Beiträge getagged mit Marketing
(Kein) Twitter Wandkalender
Verfasst von Ralf Heinrich unter Medien, Social Media, Twitter, Werbung & Marketing, Wirtschaft am 11. Dezember 2009
Kürzlich hatte ich noch über eine (vermeintlich) nette Aktion von @druckerei_de berichtet, über welche Wandkalender im Twitter-Look verschenkt werden sollten. Da wurde großartig versprochen, dass z.B. jeder, der über die Aktion bloggt, drei Wandkalender bekommen soll. Dazu müsse man nach dem Bloggen lediglich einen Kommentar in deren entsprechendem Blogeintrag hinterlassen.
Tja, das war wohl nix. Wie sich jetzt herausstellt, passiert da nämlich gar nichts von allein. Es reicht eben nicht, sich in den Kommentaren zu verewigen. Nein! Man soll die Kalender jetzt plötzlich noch separat bestellen. Und – folgerichtig – muss man sich dazu mit allem Drum und Dran auch noch registrieren, so dass ein Kundenaccount angelegt wird. Ich will aber aber gar kein Kunde werden wegen drei läppischer Kalender!
Noch schlimmer: Über die „Änderung“ im Procedere wurde nicht informiert, sondern die Nachricht verbreitete sich eher zufällig über Twitter (An dieser Stelle danke an @parkrocker!). Allenfalls hat man sich bis hierhin schon mal gewundert, wann denn die Kalender wohl mal versendet werden. Und wenn man sich die Kommentarliste dort so anschaut, werden wohl ganz schön viele Blogger unwissend in die Röhre schauen. So kann man es sich mit der Szene natürlich richtig verscherzen.
Wäre dieser schwere Social Media Fail nicht passiert, wäre ich mit der Agentur vielleicht mal noch Kunde geworden. Aber so nicht, Freunde!
UPDATE (18.12.2009): Heute erhielt ich Post. Soweit nichts Ungewöhnliches, doch das Absender-Logo auf der Posterrolle war mir vertraut und überraschte mich. Ich öffne also die Rolle, und was ist drin? Ein Wandkalender 2010, welchen mir @derWebarchitekt und @7Carad mit diesen Worten zukommen ließen:
„Wir haben Wind davon bekommen, dass Du Dich über das Gewinnspiel bei einer Online-Druckerei geärgert hast. Wir sind keine Online-Druckerei, aber als Werbeagentur machen wir auch Drucke bis A1. (…) Wir, die 7CarAd GmbH, möchten, dass Du dennoch einen kostenlosen Wandkalender 2010 erhältst. Wir würden uns freuen, wenn der Kalender einen Platz für 365 Tage an einer Deiner Wände bekommt. (…)“
Nun ist mein kleines, feines Kreativbüro ja selbst eine Werbeagentur, und als solche erhält man von den Partner-Druckereien ohnehin immer mehr Kalender als man Wände hat, und daher hätte der Twitter-Kalender ob seiner Gestaltung einen Sonderstatus gehabt. Dennoch finde ich die Idee und den Einsatz von 7CarAd toll und damit an dieser Stelle (sehr) lobens- und erwähnenswert. Hinzuzufügen bleibt nur, dass wohl leider bei weitem nicht jeder, der sich über die oben erwähnte Onlinedruckerei geärgert hat, von 7CarAd überrascht werden konnte, da sich die Recherche anscheinend als ein wenig schwierig erwies. Dies als Trost für diejenigen, die sich wundern, warum sie wohl leer ausgegangen sein mögen. Gut hingeschaut? So geht das!
Geschenk zu verkaufen
Verfasst von Ralf Heinrich unter Werbung & Marketing, Wirtschaft am 3. Dezember 2009
Es ist einfach eine unfeine Unsitte: Gerade bekomme ich mal wieder eine Mail mit dem reißerischen Betreff „Qype schenkt Ihnen was!“ Schön, denke ich, ich bin neu bei Qype, nette Geste usw., schau ich mir mal an. Doch (natürlich) habe ich mich zu früh gefreut: Ich bekomme zwei Premium-Monate geschenkt, wenn ich jetzt noch schnell ein Abo, die sog. Premium-Partnerschaft, abschließe. Das ist natürlich kein Einzelfall und Qype nur ein aktuelles Beispiel. Ob da schonmal jemand gehört hat, dass man an Geschenke keine Bedingungen knüpft? Das ist einfach unfein.
„Hier, Schatz, ich habe Dir ein wunderschönes und sündhaft teures Schmuckstück(-Imitat) zu Deinem Geburtstag gekauft. Das bekommst Du aber nur, wenn ich mir dafür nun auch den großen 60″-Flachbild-TV kaufen darf! Oder Du ein Jahr lang selbst den Müll runterbringst.“ Meine Frau würde mir was husten!
Also bitte, liebe um meine Kaufgunst Buhlenden: Wenn Ihr mir was schenken wollt, dann von Herzen und bedingungslos. Dann behalte ich auch in guter Erinnerung und überlege mir bei entsprechender Gelegenheit dann auch wirklich, Euer Angebot in Betracht zu ziehen. Aber so – nicht!
Qype: Nur irgendein Bewertungsportal oder ein Muss?
Verfasst von Ralf Heinrich unter Social Media, Werbung & Marketing, Wirtschaft am 25. November 2009
Ein Kunde hat mich darauf angesprochen (und das war noch kurz vor Einführung der “Referenzen” bei XING):
„Wir sind jetzt auf Qype und wollen das nutzen. Die sind Marktführer, daher haben wir uns für die entschieden.“
Soweit das sinngemäße Zitat. Spontan habe ich ob des Sinns erstmal Zweifel angemeldet. Wer ist da überhaupt unterwegs? Und sind das ggf. potentielle Kunden für meinen Kunden? Was ist, wenn es schlechte Bewertungen gibt (sei es aus Spaß, Langeweile oder dummerweise der Wahrheit halber)? Wer sieht sich das an? Verteilen sich potentielle Bewerter nicht auf zuviele verschiedene Bewertungsportale?
Ich habe mich dann erstmal selbst bei Qype angemeldet, um mir ein Bild zu machen. Schnell hatte ich den Eindruck, wie er für viele Netzwerkplattformen gilt: Nett, Profil reingehauen, mal rumgeschaut, wer sonst noch so da ist, und fertig. Eigentlich nichts, wo ich jemals wieder vorbeischauen würde. Außer jetzt, weil es einen Kunden interessiert. 
Das Spiel mit der Wahrnehmung
Verfasst von Ralf Heinrich unter Werbung & Marketing am 18. November 2009
Großartig: Rory Sutherland über immaterielle Werte und die Aufgabe der Werbung, schlicht die Wahrnehmung passend zu beeinflussen, um ein Werbeziel zu erreichen. Dabei ist der offensichtliche Weg eben meist nicht die beste Lösung … Hier die TED-Session (englisch):
Servicewüste Deutschland?
Verfasst von Ralf Heinrich unter Allgemein, Wirtschaft am 16. November 2009
Vor einigen Wochen hatte ich ein Erlebnis, das ich über Twitter schonmal andeutete, das es aber verdient, etwas näher beleuchtet zu werden. So trug es sich zu, dass ich zwei Ersatzteile unterschiedlichster Art brauchte: einen Fake-Auspuff für ein E-Quad (an dessen Original mir bei der Montage ein Haltestück abgebrochen war) und einen neuen Tritt für einen Toilettentrainer (dessen Haltebolzen durch Benutzung dahinschieden). Ich schrieb also eine E-Mail an den jeweiligen Kundenservice der Firmen PEG (Quad) und KidsBo (Toilettentrainer) mit der Bitte um Ersatz. Dabei ließ ich keinen Zweifel an der Wahrheit: Beim Quad war ich offenbar zu blöd, das Teil richtig anzubringen, und der Tritt (die Stufe) beim Toilettentrainer hat das Gewicht eines Vierjährigen nicht ausgehalten. Ich ließ offen, ob ich dafür zu zahlen bereit sei.
Nach zwei Wochen hatte ich von beiden Firmen immer noch keine Antwort. “Typisch”, dachte ich, klassisch vorurteilsbehaftet und mit viel Lebenserfahrung belastet, “Servicewüste Deutschland!” 
Google Wave bringt Follower bei Twitter
Verfasst von Ralf Heinrich unter Social Media, Twitter am 1. Oktober 2009
Schwer beeindruckt und noch immer fassungslos schreibe ich diesen Beitrag. Es ist die Geschichte eines unbekannten Inders ohne Follower – und wie er binnen Stunden und quasi per Fingerschnipps eine Gefolgschaft hatte, die sich sehen lassen kann.
Sein Name ist Omkar Dutta, und als ich auf seinen Tweet und damit auf sein Profil stieß, hatte er noch deutlich unter 500 Follower (und ich weiß nicht wie lange seine Aktion schon lief). Während ich dies schreibe, läuft sie noch, die Aktion. Und die geht so:
„Guys only 80 invites left for Google Wave. Follow me and RT this to get one. 22 invites already sent
“
(zu Deutsch: „Leute, nur noch 80 Einladungen für Google Wave übrig. Folgt mir und RT dies, um eine zu bekommen. 22 Einladungen wurden bereits verschickt.
“)
Innerhalb von nur 2 Stunden ist sein Gefolge auf über 1300 Menschen angewachsen (aktuell weiter wachsend)!! Alle sind offensichtlich so scharf darauf, endlich eine Einladung zu Google Wave zu erhalten, dass sie fast jeder Aufforderung ohne Zögern nachkommen, die einen Weg zum Ziel versprechen. (Mich peinlicherweise eingeschlossen.) Tja, bislang habe ich immer noch keine Einladung erhalten, obwohl ich alle Bedinungen erfüllt und sogar meinen Namen getwittert habe, wie verlangt. Ein Fake? Ein böswilliger Betrug? Ein ebenso einfacher wie wirkungsvoller Versuch „ein paar“ neue Follower zu bekommen? Vielleicht werde ich es nie erfahren. Wenn doch, schreibe ich es hier. Bis dahin bin ich einfach mal nur baff.
Darüberhinaus bleibt abzuwarten, wie lange er seine Follower halten kann. (Träges Volk, träges! ^^)
Twitter für Anfänger
Verfasst von Ralf Heinrich unter Social Media, Twitter, Werbung & Marketing am 25. September 2009
Hier eine Twitter-Anleitung von @zwitscherclub. Angeblich für das Marketing von KMU im Handel, Handwerk und Gewerbe, aber eigentlich für jeden tauglich, der zum ersten Mal auf Twitter trifft.
Und wenn man schon etwas weiter ist:
So setzt man Twitter im Unternehmen ein – Schritt für Schritt zum Unternehmensaccount
- Aufzeichnung des Webinars von Referent Simon Loebel
„Dieses Webinar hat übrigens neue Bestmarken gesetzt: 306 Teilnehmer hatten sich zu diesem Thema angemeldet und haben sich aktiv bei diesem Webinar eingebracht.“
Bühler Bürgerinfobroschüre mal wieder von außerhalb
Verfasst von Ralf Heinrich unter Regionales & Lokales, Werbung & Marketing, Wirtschaft am 18. September 2009
Was flattert mir heute mit der Post auf den Tisch? Ein Insertionsangebot. Ja, toll, ich weiß. Aber es ist nicht irgendeines. Nein, es ist ein Insertionsangebot, mit dem ich „gleichzeitig den Standort Bühl unterstütze“, nämlich durch eine Werbung in der Bürgerinfobroschüre der Stadt Bühl, empfohlen von der Leiterin für Öffentlichkeitsarbeit der Stadt.
Nun frage ich mich, warum eine solch offenbar offizielle Broschüre von einer Agentur umgesetzt wird, die eben nicht aus Bühl stammt – was ja den Standort Bühl noch mehr stützen würde. Denn: Wir haben ja durchaus ein paar Agenturen in der Stadt (die des Autors eingeschlossen), die dazu in der Lage gewesen wären.
Das ist nicht der erste Fall. Immer wieder kann man Broschüren, Prospekte, Flyer und andere städtische Außenauftritte sehen, die von Unternehmen außerhalb gestaltet und gedruckt werden. Warum ist das so? Ist der Prophet in der eigenen Stadt mal wieder nichts wert?
Man könnte nun argumentieren, dass die Anbieter außerhalb einfach besser und/oder günstiger waren. Doch das kann nicht der Grund sein. Denn Bühler Unternehmen wurden offenbar gar nicht erst angefragt. Meine persönliche Meinung ist aber, dass eine Stadt immer zuerst lokale Industrie, Handel und Gewerbe für eigene Zwecke heranziehen sollte – vorausgesetzt natürlich Angebot, Preis und Leistung stimmen. Nur wenn das nicht der Fall ist oder gar ein entsprechendes Angebot innerhalb der Stadt nicht existiert, sollte man in die Region schauen.
Liebe Stadt, ich zitiere mal frei – „Sie haben die Möglichkeit, durch (Vergabe von Aufträgen an Unternehmen innerhalb der Stadt) Ihre Verbundenheit mit unserer Stadt zu dokumentieren.“ Das würde mich freuen.
Update (26.10.2009): Nicht zu fassen. Heute, noch nicht einmal zwei Monate später, erhalte ich schon wieder ein ähnliches Schreiben. Diesmal per E-Mail, und es geht um die „werbewirksame Plattform“ im „Stadt Bühl Veranstaltungskalender 2010″. Und wieder macht sich die Leiterin für Öffentlichkeitsarbeit der Stadt für eine Firma stark, die nicht in Bühl, sondern diesmal in Offenburg ansässig ist. Und an diese Firma wurde offensichtlich sogar meine E-Mail-Adresse herausgegeben! Bedenklich. Und nicht schön, liebe Stadt Bühl. Gar nicht schön.
Where the Hell is Matt?
Verfasst von Ralf Heinrich unter Allgemein, Social Media, Werbung & Marketing am 28. August 2009
Wer es noch nicht kennt, sollte es sich unbedingt anschauen. Ein einzigartiges, völkerverbindendes Videoprojekt. Matt Harding, ein ehemaliger Spiele-Programmierer aus den USA zieht durch die Welt und tanzt überall seinen eigenwilligen Tanz, zu dem inzwischen immer öfter zahlreiche Mittänzer stoßen, wo in aller Welt auch immer der nächste Matt-Dance gefilmt wird.
Sehr schön. Und sehr viral. Daher war es nur eine Frage der Zeit, bis sich ein Sponsor für Matts Reisen gefunden hat. Schon seit seinem zweiten Welt-Trip ist dies Stride, der “lächerlich lange schmeckende Kaugummi”. Unaufdringlich im Abspann erwähnt. So ist’s fein. Gut gemacht!
Lange Haare, kurzer Sinn; hier nun also das Video, um das es (beispielhaft) geht, ein Video das über 14 Monate hinweg und in 42 Ländern entstand: Dancing Matt (2008)
Mehr Videos von Matt (auch Outtakes) und mehr Infos gibt es auf wherethehellismatt.com





