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Steine im Garten

„Ich werfe dir auch mal einen Stein in den Garten.“ Lieber einen Stein im Garten als ein Loch im Kopf oder wie? Es ist eine Redensart, die oft verwendet wird, im Sinne von „Ich tu dir auch mal einen Gefallen.“ Aber mal ehrlich: Was soll ich mit den ganzen Steinen im Garten? Wäre mir nicht eigentlich lieber, ich hätte da keine drin?

Was soll das also? Warum wird hier etwas Negatives in etwas positiv Gemeintes – also ins Gegenteil – verkehrt? Man hätte ja auch sagen können „Ich hol’ dir auch mal einen Stein aus dem Garten.“ Andererseits gibt es bei genauerem Hinsehen zahlreiche Beispiele für Gesagtes, das Gegenteiliges meint (z.B. „Hals- und Beinbruch“ bzw. „Mast- und Schotbruch“). Der Grund ist Ironie.

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Wenn Väter ihre Söhne beneiden

Ich gebe es zu. Ich bin ein schlechter Mensch. Ich bin neidisch. Auf meinen Sohn. Doch von vorne.

Am Freitag wird mein Großer 5 Jahre alt. Da bekommt er – selbstverständlich neben einigen anderen Geschenken aus der Verwandtschaft und dem Freundeskreis – ein kleines Geschenk, das auch ich mir als Kind immer gewünscht aber nie bekommen hätte: ein Quad mit Elektromotor!

Genauer gesagt ist es ein Quad mit zwei Elektromotoren, zwei Gängen (plus Rückwärtsgang) und einer Spitzengeschwindigkeit von 6,5 km/h (ungetuned). Selbstverständlich noch mit extra Gummireifenberingung für besseren Grip. Es ist der Corral T-Rex von Peg Pérego (siehe Bild). Hammer! Morgen sollte das gute Stück eintreffen. Und dann muss ich angeblich noch ca. 2 Stunden Zeit für den Zusammenbau rechnen. Naja, kann auch nicht schlimmer sein als der Zusammenbau des Kettcars vor zwei Jahren (den ich todmüde mitten in der Nacht und im Anzug zusammenbasteln durfte – Danke, liebe Schnullerfee, du Faulpelz!). Doch das nur am Rande.

Klar, ich werde mich supermäßig mit meinem großen Kleinen mitfreuen. Und ich kann es kaum erwarten, sein Gesicht zu sehen. Und wie er das erste Mal durch das Gartengelände flitzt. Trotzdem! Ich selbst darf das Ding noch nicht mal testfahren! Denn es ist nur bis 40 kg zugelassen. Die Welt ist hart und ungerecht.

Nun muss ich also meinen Neid und Stolz in andere Dinge umlenken: den Ehrgeiz, den Sohn zu einem besseren Rennfahrer zu machen als den der besten Freunde, der das gleiche Gefährt letzte Woche zum Geburtstag bekam. Also erstmal sehen, ob man statt der 6,5 km/h nicht doch ein bisschen mehr herauskitzeln kann … Har har!

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