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Diaspora – verstreut oder zerstreut?
Verfasst von Ralf Heinrich unter Social Media am 14. Oktober 2011
„Diaspora“ ist ja nun schonmal echt ein beknackter Name für ein soziales Netzwerk. Ich unterstelle mal im Guten, dass man sich hier auf die ursprüngliche, griechische Bedeutung „Verstreutheit“ bezog, denn auf die historisch geprägte, „Entsetzen“ bzw. „Schande“. Ganz zu schweigen von der ethnisch-religiösen Besetztheit des Wortes. Genaueres erfährt der Detailverliebte bei Wikipedia.
Diaspora (Alpha) ist angetreten, ein Facebook-Konkurrent zu sein, der Privatsphäre und die Kontrolle darüber größer schreibt als sein Wettbewerber. Das Getrommel war entsprechend groß, und nun gibt es die Plattform seit einer Weile. Schon früh hatte ich mich eingetragen, dabei sein zu wollen. Und irgendwann vor ein paar Wochen, gingen die ersten Mails ein: „Bald ist es soweit…“, „Die ersten Invites gehen raus…“, „Bald bekommst auch Du Dein Invite…“ usw.
Branchenbuch: Betrugsversuch
Verfasst von Ralf Heinrich unter Allgemein, Bildung, Medien, Werbung & Marketing, Wirtschaft am 20. Mai 2011
Es ist ja anscheinend nicht so, als wäre Faxwerbung ohnehin verboten. Aber richtig schlimm wird es, wenn ein Fax auf den ersten Blick einen falschen Eindruck erweckt, nämlich, dass es sich um einen Korrekturabzug handelt. So geschehen mit einem Fax, das ich dieser Tage aus Ingolstadt erhielt, nämlich von der RB Medienverlags GmbH.
Das Fax erweckt den Eindruck, als wären es die Gelben Seiten, auch wenn das natürlich nicht da steht. Perfide ist aber vor allem, einem das ganze als „Korrekturabzug“ unterjubeln zu wollen. Schnell ist es da passiert, dass man bei einem schnellen Überfliegen (Natürlich überfliegt man am ehesten die eigenen Daten zu Korrektur!) übersieht, dass man hier nicht den gebuchten Eintrag bei den Gelben Seiten freigeben soll, sondern dass es sich um einen völlig anderen Eintrag in einem völlig anderen Medium handelt; ja nicht einmal um ein gedrucktes Buch, sondern lediglich um einen banalen Interneteintrag bei regionales-branchenbuch.de. Der kostet dafür aber mal flockige 990 Euro (zzgl. Steuer) pro Jahr, und man wird auch gleich auf zwei Jahre genagelt. Ich lasse hier mal zusammenhanglos die Stichworte „Wucher“, „Betrug“ und „Abzocke“ fallen.
Auch die Polizei warnt inzwischen vor diesem Unternehmen, das noch nicht einmal in der Lage ist, ein korrektes Impressum auf die eigene Website zu stellen, in dem z.B. auch der Geschäftsführer (Swen Wagner) erwähnt zu werden hat. Swen? Oder doch eher Sven? Man weiß es nicht so genau. Mehr im Artikel „Die Ingolstädter Adressbuchmafia“ von fallensteller.info.
So. Sagt später nicht, ich hätte Euch nicht gewarnt.
Update (21.07.2011): Anscheinend sind die Branchenbuch-Abzocker wieder aktiv, denn seit ein paar Tagen bekomme ich Mails und sogar Anrufe von Betroffenen zu dem Thema. Dazu muss ich einmal klarstellen: Ich selbst war nicht betroffen, heißt: ich habe noch rechtzeitig gemerkt, was da im Busch war. Darum habe ich auch darauf aufmerksam machen wollen. Menschen, denen erst zu spät ein Licht aufging, kann ich leider auch nicht helfen. Ich bin weder Sammelkläger noch Anwalt. Der sinnvollste Weg scheint mir zunächst der zum Verbraucherschutz. Mehr kann ich dazu leider auch nicht empfehlen. Vielen Dank für das Verständnis und viel Glück! (Eigene Erfahrungen, Empfehlungen und Erfolge gerne hier in die Kommentare pinnen! Danke.)
Danke, Fotolia!
Verfasst von Ralf Heinrich unter Werbung & Marketing am 14. Februar 2011
Vom Bilderdienst Fotolia kaufe ich nun in der Tat nicht sehr regelmäßig Bilder ein. Aber manchmal eben doch. Nun wird man ja gezwungen, mindestens 25 Credits zu kaufen, die man dann in gekaufte Bilder verwandeln kann. Und inzwischen ist es ohnehin so, dass man in Schnitt schon 5 Credits für ein Bild hinblättern muss. Sprich: Man hat vor einem guten Jahr noch mehr Bild für seine Credits bekommen. Und die Credits waren auch etwas günstiger. Also kaufte ich im November 2009 mal 100 Stück und bekam dafür per Zugabegeschäft immerhin noch 5 Bonus-Credits obendrauf. (Heute gibt’s da für das gleiche nur noch drei.) Dann habe ich so nach und nach 52 Credits von meinem Guthaben verbraucht und dann länger nichts mehr. Vor ein paar Tagen nun konnte ich jetzt mal ein paar Stock Photos brauchen. Doch was musste ich feststellen? Mein Restguthaben war verfallen! Ja, hier mitten unter uns in Deutschland. (Wo sowas rechtlich ohne Hand und Fuß ist!)
Was treibt die Telekom mit meinen Daten?!
Verfasst von Ralf Heinrich unter Wirtschaft am 14. Januar 2011

Es ist noch gar nicht so lange her, da hat die Telekom mich für ihr (sogenanntes) Serviceportal zwangsrekrutiert. Heißt: Ich musste mich dort online registrieren, um mein dortiges Konto verwalten zu können (Download von Rechnungen, Änderungen usw.). Natürlich(?!) musste ich dafür eine T-Online-Adresse einrichten. Schlimm genug. Nun ist es aber naturgemäß so, dass ich diese E-Mail-Adresse überhaupt nicht brauche, also auch gar nicht außerhalb der Telekom-Plattform verwende. Dementsprechend kommuniziere ich sie auch an keiner Stelle. An gar keiner! Überhaupt nicht! Niemals.
Und trotzdem bekomme ich seit ein paar Tagen Spam-Mails an diese Adresse geschickt. Noch tröpfeln sie. Aber es scheinen langsam mehr zu werden. Wie kann das sein? Was stellt die Telekom mit meinen Daten an, dass diese plötzlich bei Spam-Mailern auftauchen?!
Wie sieht es bei Euch aus? Habt Ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?
Update: Ich beginne jetzt mal damit, hier die Firmen zu listen und an den Pranger zu stellen, von denen ich per Newsletter/Spam-Mails an besagte Adresse belästigt werde:
- Decathlon
- Express-Kredit.info
- Flirtpub.de
- fly24.de
- GALERIA Kaufhof GmbH
- mycheck.de
- NKD
- Pepperos Media GmbH
- Praktiker Deutschland GmbH
- preise-vergleichen.de
- PrivatKV.info
- reisemagazin.de
- Trip.de
- Wein.de.cc
(Stand: 07.11.2011. Leider habe ich viele Mails direkt als Spam gelöscht, ohne sie hier mit einzutragen.)
Update (22.11.2011): Habe soeben mein T-Online-Mailkonto abgeschaltet. Genauer gesagt: Ich habe es ohnehin nie direkt abgerufen, sondern nur Weiterleitungen auf meinen normalen Mailaccount bekommen. Diese Weiterleitung habe ich nun abgeschaltet, und damit sollte jetzt eigentlich Ruhe sein. Mir doch egal, wenn sich in dem Postfach die Mails auftürmen…
Datenschutzprobleme bei XING?!
Verfasst von Ralf Heinrich unter XING am 10. November 2010
Hammer! Gerade hatte ich ein spannendes, wenn auch gelinde gesagt unschönes Erlebnis: Ich erhielt über XING eine Antwortnachricht von einem Kontakt. Soweit noch nicht so prickelnd. Das Skandalöse daran ist aber, dass ich diesen Kontakt gar nicht angeschrieben hatte. Vielmehr war es so, dass ein gemeinsamer Kontakt von uns, offenbar uns beide (und evtl. noch ein paar andere seiner Kontakte) angeschrieben hatte, um auf seine neue Website aufmerksam zu machen. Dazu hatte ich ihm auch bereits geantwortet. Als ich nun den gleichen Wortlaut in der Betreffzeile las, erneut mit einem „Re:“ davor, dachte ich natürlich, es sei die Antwort auf meine Antwort. Dem war aber eben nicht so. Sondern es war die Antwort von jemand anderem auf die ursprüngliche Mail unseres gemeinsamen Kontaktes. Diese Antwort hätte ich also niemals bekommen dürfen!!
Was ist da los bei XING? Darf ich jetzt keine Nachrichte über die Plattform mehr versenden, ohne Angst haben zu müssen, dass die Nachricht an jemand völlig anderen geht als an den eigentlichen Adressaten? Man mag sich die möglichen Horrorszenarien, die das ermöglicht, gar nicht ausmalen!
Ich bin gespannt, was man bei XING dazu zu sagen hat!
Update (17:24 Uhr): ENTWARNUNG!
Es braut sich was zusammen über United Prototype
Verfasst von Ralf Heinrich unter Social Media, Werbung & Marketing am 3. August 2010
Seit Monaten kann man Sevenload-Gründer Ibrahim Evsan dabei beobachten, wie er ein neues Startup aus der Taufe hebt: United Prototype. Die Firma, die er gemeinsam mit Thomas Bachem leitet, widmet sich aktuell einem einzigen Projekt: einem Social Web Game, das seit gestern einen Namen hat. Fliplife. Bis gestern schien das Social Media Marketing von UP vorbildlichst zu sein. Doch heute steht UP am Rande eines Shitstorms.
Der Plusminus-Wahnsinn
Verfasst von Ralf Heinrich unter Allgemein, Technologie am 17. Juni 2010
Viele von uns hatten sicher schonmal das Vergnügen: Der Motor will nicht starten, man braucht Starthilfe. Die Batterie braucht Anschub. Doch da gibt es schon das erste Problem: Das moderne Auto hat seine Batterie irgendwo tief drin in seinen Eingeweiden versteckt. Aber die schlauen Ingenieure haben sich dafür natürlich eine Lösung ausgedacht. Schließlich braucht man ja nur die Pole, nicht gleich die ganze Batterie. Also hat man eine Verbindung zum Pluspol gelegt, die im Motorraum in der Regel mehr oder weniger leicht zu erreichen ist. Die Verbindung zum Minuspol spart man sich gleich ganz, denn zum Anschließen ist der nicht nötig. Man kann auch einfach über das Anklemmen an irgendein Stück blankes Metall am Wagen den gleichen Effekt erzielen. Das ist schön.
Aber, liebe Ingenieure, habt Ihr das eigentlich auch mal zu Ende gedacht?! Klar braucht es an der leeren Batterie keinen Minuspol. Aber an der Spenderbatterie schon! Und es scheint, als würden alle neue Autos auf diese Weise gebaut werden. Über kurz oder lang leben wir also in einer Welt, in der zwar jeder Starthilfe empfangen, sie aber keiner mehr geben kann! Das wäre in etwa so, als hätte jeder ein Apfelmesser, aber keiner mehr einen Apfel. Oder Konservendosen, aber keiner mehr einen Öffner. Realsatire pur.
Liebe Gebrauchtwagenhändler: Bitte erhaltet uns die alten Autos im Umlauf! Denn erst kürzlich hatte ich das Problem zu Hause. Beide Autos – das meiner Frau und meines – nach neuem Schema. Alle Autos der Nachbarn: dito. Natürlich war Wochenende und die Geschäfte bereits zu. Glücklicherweise fand sich dann irgendwann im Bekanntenkreis doch noch jemand mit einem Auto, das alt genug für beide Pole war. Dem Himmel sei Dank! (Es stellte sich dann allerdings heraus, dass meine Batterie kaputt war. Als also der Motor das nächste Mal ausging, stand ich wieder da…)
10 verbreitete Fehler in den Social Media
Verfasst von Ralf Heinrich unter Social Media am 9. April 2010
Viele Unternehmen fühlen sich mit Social Media immer wohler. Und noch mehr haben entschieden, dass Social Media viel zu wichtig ist, um damit herumzuexperimentieren. Doch Erwachsenwerden in der Welt der Social Media bedeutet nicht, dass keine Fehler mehr gemacht werden. Im Gegenteil: Viele Unternehmen machen die gleichen Fehler immer und immer wieder. Hier sind die zehn verbreitetsten:
Farce de la XING
Verfasst von Ralf Heinrich unter Werbung & Marketing, XING am 6. April 2010
Ich bin ja nun bekennender XING-Fan. Sogar die aktuelle Werbekampagne finde ich im zweiten Anlauf gut (der erste Anlauf war ja etwas peinlich). Aber was sich die umsetzende Agentur (oder war es gar XING selbst?!) jetzt noch geleistet hat, ist eine echte Farce.


Seit dem großen Relaunch im Frühjahr warte ich – wie viele andere – nun schon, dass XING sich mal wieder eines besseren besinnt, und einiges (zurück) zum Guten wendet. Immerhin hat man es nach langer Wartezeit geschafft, die Gruppen-Events wieder ein wenig in den Fokus der Gruppenmitglieder zu rücken. Dafür werden aber Newsletter und Termineinladungen faktisch überhaupt nicht mehr zur Kenntnis genommen. Da sie für viele Gruppen das Herzstück der Kommunikation darstellen, mehr als nur ein riesiger Faux-pas.


