Archiv für Kategorie Wirtschaft
Die 10 Gebote für Corporate Blogs
Verfasst von Ralf Heinrich unter Blog, Social Media, Werbung & Marketing, Wirtschaft am 18. Juli 2011
Manchmal kommt es vor, dass ich mir Gedanken mache. (Ja, ich weiß…) Meist, nachdem ich bestimmte Gespräche mit Kunden oder Kollegen geführt habe oder einfach eines zum anderen kommt. Dabei entstehen manchmal Geistesblitze wie die ach so populären „7 Tipps wie man…“ oder die „Top 15 Irgendwas“. Ich möchte heute etwas dogmatischer werden… mit den 10 Geboten(!) für Unternehmensblogs.
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Die 10 Gebote für Corporate Blogs (184)
Hier sind sie:
1. Gebot
Du sollst stets ehrlich und authentisch, transparent und glaubwürdig sein!
Nicht blöd sein! Versucht man etwas geheim zu halten oder zu vertuschen, kann das nur nach hinten losgehen. Früher oder später kommt es heraus. Und die Internetgemeinde wird nicht gerne „verapplet“. Wir alle machen Fehler. Wahre Größe ist, sie zuzugeben und dazu zu stehen. Das Wertvollste, was wir in den Social Media haben, ist eine in der Regel mühsam und langwierig aufgebaute Glaubwürdigkeit. Diese zu verspielen, bedeutet eigentlich das Aus in den Sozialen Netzen. Dabei hilft es, authentisch zu sein, und nicht, vorzugaukeln, man sei mehr als man de facto ist („Mehr Schein als Sein“) oder stehe für etwas völlig anderes als man es in Wahrheit tut.
Blog weiter wichtigster Social-Media-Kanal
Verfasst von Ralf Heinrich unter Blog, Facebook, Social Media, Werbung & Marketing, Wirtschaft am 23. Mai 2011
Laut HubSpot (März 2011) waren 2009 für 52% der US-amerikanischen Firmen ihre Firmenblogs wichtig bis lebensnotwendig. Für Facebook (24%) und YouTube (26%) galt das eher weniger. 2011 konnten die Blogs noch einmal 10% zulegen (auf 62%), und Facebook und YouTube jeweils auf 44% aufschließen; gefolgt von Twitter (Anstieg im gleichen Zeitraum von 21 auf 38%). Damit bleibt das Corporate Blog für das Business weiterhin der wichtigste aller Social-Media-Kanäle.
65% der befragten Firmen betreiben inzwischen auch selbst ein Firmenblog; 2009 waren es erst 48%. Die meisten Blogs (61%) veröffentlichen mindestens einmal pro Woche einen Artikel; 10% täglich und 29% monatlich oder seltener.
Branchenbuch: Betrugsversuch
Verfasst von Ralf Heinrich unter Allgemein, Bildung, Medien, Werbung & Marketing, Wirtschaft am 20. Mai 2011
Es ist ja anscheinend nicht so, als wäre Faxwerbung ohnehin verboten. Aber richtig schlimm wird es, wenn ein Fax auf den ersten Blick einen falschen Eindruck erweckt, nämlich, dass es sich um einen Korrekturabzug handelt. So geschehen mit einem Fax, das ich dieser Tage aus Ingolstadt erhielt, nämlich von der RB Medienverlags GmbH.
Das Fax erweckt den Eindruck, als wären es die Gelben Seiten, auch wenn das natürlich nicht da steht. Perfide ist aber vor allem, einem das ganze als „Korrekturabzug“ unterjubeln zu wollen. Schnell ist es da passiert, dass man bei einem schnellen Überfliegen (Natürlich überfliegt man am ehesten die eigenen Daten zu Korrektur!) übersieht, dass man hier nicht den gebuchten Eintrag bei den Gelben Seiten freigeben soll, sondern dass es sich um einen völlig anderen Eintrag in einem völlig anderen Medium handelt; ja nicht einmal um ein gedrucktes Buch, sondern lediglich um einen banalen Interneteintrag bei regionales-branchenbuch.de. Der kostet dafür aber mal flockige 990 Euro (zzgl. Steuer) pro Jahr, und man wird auch gleich auf zwei Jahre genagelt. Ich lasse hier mal zusammenhanglos die Stichworte „Wucher“, „Betrug“ und „Abzocke“ fallen.
Auch die Polizei warnt inzwischen vor diesem Unternehmen, das noch nicht einmal in der Lage ist, ein korrektes Impressum auf die eigene Website zu stellen, in dem z.B. auch der Geschäftsführer (Swen Wagner) erwähnt zu werden hat. Swen? Oder doch eher Sven? Man weiß es nicht so genau. Mehr im Artikel „Die Ingolstädter Adressbuchmafia“ von fallensteller.info.
So. Sagt später nicht, ich hätte Euch nicht gewarnt.
Update (21.07.2011): Anscheinend sind die Branchenbuch-Abzocker wieder aktiv, denn seit ein paar Tagen bekomme ich Mails und sogar Anrufe von Betroffenen zu dem Thema. Dazu muss ich einmal klarstellen: Ich selbst war nicht betroffen, heißt: ich habe noch rechtzeitig gemerkt, was da im Busch war. Darum habe ich auch darauf aufmerksam machen wollen. Menschen, denen erst zu spät ein Licht aufging, kann ich leider auch nicht helfen. Ich bin weder Sammelkläger noch Anwalt. Der sinnvollste Weg scheint mir zunächst der zum Verbraucherschutz. Mehr kann ich dazu leider auch nicht empfehlen. Vielen Dank für das Verständnis und viel Glück! (Eigene Erfahrungen, Empfehlungen und Erfolge gerne hier in die Kommentare pinnen! Danke.)
re:sümee XI
Verfasst von Ralf Heinrich unter Bildung, Social Media, Wirtschaft am 16. April 2011
Meine Erwartungen waren hoch. Nach meinem Besuch der dmexco 2010, war meine Hoffnung, mit der re:publica 2011 eine kompetente und deutlich sympathischere Veranstaltung vorzufinden. Und eine, bei der man auch die Vorträge hören kann, die einen interessieren. (Schließlich hat man ja dafür auch einen Obolus entrichtet; was immerhin den Vorteil hat, wirklich nur echt Interessierte auf der Veranstaltung zu haben.)
Um es vorweg zu nehmen: Meine Erwartungen wurden nur teilweise erfüllt.
Was hat mir gut gefallen?
Die Fülle des Angebots war sehr ordentlich. Darunter gab es auch einige Perlen, die (leider) meist von den üblichen Verdächtigen kamen, wie z.B. Sascha Lobo oder Sascha Pallenberg. (Ob’s am Vornamen liegt?
) Wo sind die unbekannten Schätze, die wir heben können? Aber auch der Vortrag „Das Internet als Gesellschaftsbetriebssystem“ von Gunter Dueck soll so eine Perle gewesen sein; die habe ich leider verpasst, weil ich da bereits für den Vortrag „Facebook fürs Unternehmen?“ anstand (was ich mir besser gespart hätte – siehe weiter unten). Werde ich aber noch nachholen.
Fallbeispiel Jabra: Kundendienst 2.0
Verfasst von Ralf Heinrich unter Social Media, Twitter, Werbung & Marketing, Wirtschaft am 29. März 2011
Letztes Jahr habe ich mir ein Schnurlos-Headset von Jabra gekauft. Man gönnt sich ja sonst nichts. Wie erwartet, war ich hoch zufrieden mit der Qualität, und alles funktionierte bestens und wie es soll. Dann, vor wenigen Wochen, begannen sich plötzlich meiner Anrufer zu beschweren, dass sie mit unangenehmen Geräuschen belästigt würden. Und das war erst der Anfang. Es endete damit, dass man mich gar nicht mehr hören konnte, sondern nur noch eine laute, undefinierbare Geräuschkulisse. Wider Erwarten (und bei mir die große Ausnahme) traten die Probleme nun aber immerhin noch in der Garantiezeit auf. Also kurzerhand bei Jabra die Rücksendung registriert und das Headset eingeschickt.
Neun Tage später erhalte ich das Headset zurück. Wie ich feststelle, ist es nicht meines, sondern ein Austauschgerät. Damit habe ich natürlich kein Problem – solange es nur funktioniert. Das tat es auch. Nur leider nicht in der gewohnten Qualität, sondern mit leicht schnarrend-brummenden Geräuschen, teilweise abhängig von der Kopfbewegung. Frustrierend. Neun Tage ohne Headset und dann das? Nur der Gedanke daran, noch einmal neun Tage ohne Headset auskommen zu müssen, hinderte mich daran, das Gerät ohne Umschweife sofort wieder einzupacken und erneut einzuschicken. Dafür ein kleiner Frust-Tweet:
„Mein Headset ist wieder da. (Vor 9 Tagen eingeschickt.) Es ist aber nicht meins. Und dafür brummt es jetzt bewegungsabhängig. Uncool. #jabra“
Was treibt die Telekom mit meinen Daten?!
Verfasst von Ralf Heinrich unter Wirtschaft am 14. Januar 2011

Es ist noch gar nicht so lange her, da hat die Telekom mich für ihr (sogenanntes) Serviceportal zwangsrekrutiert. Heißt: Ich musste mich dort online registrieren, um mein dortiges Konto verwalten zu können (Download von Rechnungen, Änderungen usw.). Natürlich(?!) musste ich dafür eine T-Online-Adresse einrichten. Schlimm genug. Nun ist es aber naturgemäß so, dass ich diese E-Mail-Adresse überhaupt nicht brauche, also auch gar nicht außerhalb der Telekom-Plattform verwende. Dementsprechend kommuniziere ich sie auch an keiner Stelle. An gar keiner! Überhaupt nicht! Niemals.
Und trotzdem bekomme ich seit ein paar Tagen Spam-Mails an diese Adresse geschickt. Noch tröpfeln sie. Aber es scheinen langsam mehr zu werden. Wie kann das sein? Was stellt die Telekom mit meinen Daten an, dass diese plötzlich bei Spam-Mailern auftauchen?!
Wie sieht es bei Euch aus? Habt Ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?
Update: Ich beginne jetzt mal damit, hier die Firmen zu listen und an den Pranger zu stellen, von denen ich per Newsletter/Spam-Mails an besagte Adresse belästigt werde:
- Decathlon
- Express-Kredit.info
- Flirtpub.de
- fly24.de
- GALERIA Kaufhof GmbH
- mycheck.de
- NKD
- Pepperos Media GmbH
- Praktiker Deutschland GmbH
- preise-vergleichen.de
- PrivatKV.info
- reisemagazin.de
- Trip.de
- Wein.de.cc
(Stand: 07.11.2011. Leider habe ich viele Mails direkt als Spam gelöscht, ohne sie hier mit einzutragen.)
Update (22.11.2011): Habe soeben mein T-Online-Mailkonto abgeschaltet. Genauer gesagt: Ich habe es ohnehin nie direkt abgerufen, sondern nur Weiterleitungen auf meinen normalen Mailaccount bekommen. Diese Weiterleitung habe ich nun abgeschaltet, und damit sollte jetzt eigentlich Ruhe sein. Mir doch egal, wenn sich in dem Postfach die Mails auftürmen…
Offene Fragen zum Thema Social Media
Verfasst von Ralf Heinrich unter Internes, Social Media, Werbung & Marketing, Wirtschaft am 11. Januar 2011
Auf meiner Facebook-Seite stelle ich gestern diese Frage: „Welche Fragen sollte ein gutes Buch zum Thema Social Media für das Business beantworten? Freue mich über jedes Feedback, da für mich so vieles schon selbstverständlich ist und ich es sonst vielleicht außen vor lasse…“
Folgende Punkte wurden dabei schon gesammelt:
- (Oliver Gronwald:) Zuallererst mal sollte es die Frage an den Lesenden stellen, ob man überhaupt sicherstellen kann, dass auf lange Sicht die gewünschten Social-Media-Kanäle überhaupt betreut werden können. Durch wen und in welcher Form? Und dadurch resultierend beantworten, wieviel und über welchen Kanal Social Media Sinn macht.
- (Jessica Reindl:) Welche Monitoring-Tools?
- (Tanya Quintieri:) Bei der Terminologie darauf achten, dass auch Laien es verstehen.
- (Katrin Hatzke:) Auf Nutzen und Risiken hinweisen. Beispiel die Nestlé-Falle… Dem Nutzer eines Social-Media-Anbieters sollte klar sein: Falls er was zu verbergen hat, wird es schnell ans Licht kommen.
- (Nick J. Borzer:) In welchen Fällen macht eine Internetpräsenz nur über externe Social Media Sites Sinn und in welchen Fällen eine Verbindung von Social-Media-Sites und eigenen Blogs/Websites etc.?
- (Nick J. Borzer:) Weiter sollte erötert werden, dass allein die Kenntnis über die Funktionen der verschiedenen Sites sehr zeitintensiv ist, da viele Sites mehr offerieren, als auf den ersten Blick erkennbar ist.
- (Nick J. Borzer:) Falls möglich (verfügbar) ein Kapitel über rechtliche Obliegenheiten und Gefahren.
Da das Thema auf der Facebook-Pinnwand nach und nach immer weiter nach unten – und damit aus den Augen und aus dem Sinn – rutscht, greife ich es hier noch einmal auf und würde mich freuen, per Kommentare noch weiteren Input von Euch allen zu erhalten. Ich bin mir sicher, Ihr habt noch einige weitere, wertvolle Hinweise für mich. Schließlich soll es ein gutes Buch werden. Ein Buch, dass Bedürfnisse befriedigt und Erwartungen erfüllt. Daher würde ich diese gerne näher kennenlernen. Natürlich ist mir einiges schon durch meine Kunden bekannt … aber bekanntlich lernt man ja nie aus. ^^
Jetzt zeigt mir mal, was Crowdsourcing so leisten kann!
„Das passt nicht zu uns!“
Verfasst von Ralf Heinrich unter Glosse, Werbung & Marketing, Wirtschaft am 20. Dezember 2010
So oder so ähnlich zeugen immer wieder Kunden von ihrer Beratungsresistenz, wenn die Agentur mit einer neuen Idee für eine Kampagne oder Werbemaßnahme kommt. Auch gern genommen: „Das haben wir noch nie so gemacht.“ Ja klar!
Dafür wurde ja auch eine Agentur engagiert, damit eben mal etwas anderes gemacht, in der Hoffnung mehr zu erreichen als bisher ohne. Dafür ist allerdings hilfreich, die eigenen Ziele klar zu definieren. Und vor allem: welche zu haben.
Je konkreter, desto besser.
Auch „Die Agentur passt nicht zu uns“ hört man hin und wieder. Gut, okay, soll es geben. Es mag auch Agenturen geben, die wirklich schräge Ideen entwickeln, und denen es dabei egal ist, ob damit die gesamte Firmenphilosphie des Kunden über den Haufen geschmissen wird oder das Image, welches dieser hat. Oder gar, was die Marketingziele sind. Werden aber solche Dinge von der Agentur berücksichtigt, ist es am Kunden, sich auch mal auf etwas neues einzulassen. In der Regel hat sich die Agentur durchaus etwas dabei gedacht.
Kostenlose Online-Seminare
Verfasst von Ralf Heinrich unter Bildung, Wirtschaft am 21. Oktober 2010
Am 20. September ist eine neue Plattform gestartet, die sich allein der Initiative „Unser Wissen für Deutschland“ verpflichtet hat: die TRAINERIA. Hinter der TRAINERIA steckt die PW aktiengesellschaft und dahinter deren Vorstandsvorsitzende Christa Weidner (Foto), die die TRAINERIA mit Herzblut vorantreibt.
Die TRAINERIA bietet „kostenlose, trainergeführte Online-Seminare zu businessrelevanten Themen.“ Waren die Themen zu Beginn sehr (Microsoft-)officelastig, so haben sich bereits vier Wochen nach dem Start eine Reihe weiterer interessanter Themen – vor allem aus dem Bereich „Soft Skills“ – hinzugesellt. So kann man u.a. lernen, richtig Feedback zu geben, die Open-Space-Technologie kennenlernen, etwas über Social Media Marketing erfahren oder eine Einführung in das Seniorenmarketing erhalten. Das alles über Module, die jeweils zwischen 45 und 75 Minuten dauern, und von professionellen Trainern gehalten werden. Und das komplett kostenlos!
dmexco 2010 – Messe mit Makeln
Verfasst von Ralf Heinrich unter Medien, Social Media, Werbung & Marketing, Wirtschaft am 20. September 2010
Zum zweiten Mal hat die „digital marketing exposition and conference“ nun stattgefunden, und rund 15.000 Besucher wurden laut Veranstalter gezählt. Eine beeindruckende Zahl der sehr professionell organisierten Messe mit Makeln. Und doch: Mir ist sie zu hoch. Nicht im Sinne von „Nie im Leben!“, sondern die Veranstaltung ist mir einfach eine Nummer zu groß. Zuviele Leute, zu unübersichtlich die Zahl der (meist parallel laufenden) Veranstaltungen, Vorträge, Seminare usw. Einfach insgesamt ein bisschen „too much“.





