Archiv für Kategorie Medien

Branchenbuch: Betrugsversuch

Es ist ja anscheinend nicht so, als wäre Faxwerbung ohnehin verboten. Aber richtig schlimm wird es, wenn ein Fax auf den ersten Blick einen falschen Eindruck erweckt, nämlich, dass es sich um einen Korrekturabzug handelt. So geschehen mit einem Fax, das ich dieser Tage aus Ingolstadt erhielt, nämlich von der RB Medienverlags GmbH.

Das Fax erweckt den Eindruck, als wären es die Gelben Seiten, auch wenn das natürlich nicht da steht. Perfide ist aber vor allem, einem das ganze als „Korrekturabzug“ unterjubeln zu wollen. Schnell ist es da passiert, dass man bei einem schnellen Überfliegen (Natürlich überfliegt man am ehesten die eigenen Daten zu Korrektur!) übersieht, dass man hier nicht den gebuchten Eintrag bei den Gelben Seiten freigeben soll, sondern dass es sich um einen völlig anderen Eintrag in einem völlig anderen Medium handelt; ja nicht einmal um ein gedrucktes Buch, sondern lediglich um einen banalen Interneteintrag bei regionales-branchenbuch.de. Der kostet dafür aber mal flockige 990 Euro (zzgl. Steuer) pro Jahr, und man wird auch gleich auf zwei Jahre genagelt. Ich lasse hier mal zusammenhanglos die Stichworte „Wucher“, „Betrug“ und „Abzocke“ fallen.

Auch die Polizei warnt inzwischen vor diesem Unternehmen, das noch nicht einmal in der Lage ist, ein korrektes Impressum auf die eigene Website zu stellen, in dem z.B. auch der Geschäftsführer (Swen Wagner) erwähnt zu werden hat. Swen? Oder doch eher Sven? Man weiß es nicht so genau. Mehr im Artikel „Die Ingolstädter Adressbuchmafia“ von fallensteller.info.

So. Sagt später nicht, ich hätte Euch nicht gewarnt. ;)


Update (21.07.2011): Anscheinend sind die Branchenbuch-Abzocker wieder aktiv, denn seit ein paar Tagen bekomme ich Mails und sogar Anrufe von Betroffenen zu dem Thema. Dazu muss ich einmal klarstellen: Ich selbst war nicht betroffen, heißt: ich habe noch rechtzeitig gemerkt, was da im Busch war. Darum habe ich auch darauf aufmerksam machen wollen. Menschen, denen erst zu spät ein Licht aufging, kann ich leider auch nicht helfen. Ich bin weder Sammelkläger noch Anwalt. Der sinnvollste Weg scheint mir zunächst der zum Verbraucherschutz. Mehr kann ich dazu leider auch nicht empfehlen. Vielen Dank für das Verständnis und viel Glück! (Eigene Erfahrungen, Empfehlungen und Erfolge gerne hier in die Kommentare pinnen! Danke.)

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„Offlining“ zieht Kreise

Als ich kürzlich schrieb, dass ich künftig regelmäßig einen „Offline Day“ einlegen wolle, hätte ich nicht gedacht, dass das Thema durchaus „heiß“ ist. Hier im Blog und bei Facebook, aber auch in der Offline-Welt war die Resonanz recht groß. Sogar die Initiatoren des mir bis dahin unbekannten „TheOfflineDay“ sind auf mich aufmerksam geworden. Tja, und nun zuletzt auch die Presse… in Form von der Deutschen Welle.

Dort machte der Journalist Richard Fuchs einen Hörfunk-Beitrag über den Scholz & Friends-Kreativdirektor Michael Spaetgens, der einen (betriebsinternen) E-Mail-Knigge geschaffen hat. Im Zuge von Online-Recherchen zur Aufbereitung des Themas für einen Artikel für die Online-Ausgabe der Deutschen Welle, stieß Fuchs auch auf mich und meinen Offline Day (der übrigens am 21. Februar erstmals für mich stattfand… – und gelang!) und rief mich an, um die eine oder andere Stellungnahme von mir zu erhalten. Das Ergebnis seht Ihr hier:

Den vollständigen (und sehr interessanten) Artikel gibt es hier zu lesen.

Und wann ist Euer Offline Day? ^^

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dmexco 2010 – Messe mit Makeln

Zum zweiten Mal hat die „digital marketing exposition and conference“ nun stattgefunden, und rund 15.000 Besucher wurden laut Veranstalter gezählt. Eine beeindruckende Zahl der sehr professionell organisierten Messe mit Makeln. Und doch: Mir ist sie zu hoch. Nicht im Sinne von „Nie im Leben!“, sondern die Veranstaltung ist mir einfach eine Nummer zu groß. Zuviele Leute, zu unübersichtlich die Zahl der (meist parallel laufenden) Veranstaltungen, Vorträge, Seminare usw. Einfach insgesamt ein bisschen „too much“.

Doch von vorne.

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OK Go

Wer sie noch nicht kennt, dem möchte ich hier ein Mini-Best-of der meist spektakulär gemachten Videoclips von OK Go nahebringen, einer Poprockband aus Chicago, die sich das Management mit They Might Be Giants teilt und von Bands wie Cheap Trick, T.Rex und Queen beeinflusst wurden.

Sehr eumelig, das ganze… Viel Spaß! :)

„Here it goes again“ (2006)


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10 Legenden über Webcontent

Ricky Van Veen, CEO von College Humor, hat beim heutigen Mashable Media Summit seine Ansichten zu den verbreitetsten Legenden im Social Web zum besten gegeben. Hier sind sie:

Mythos Nr. 1 – Die Menschen sehen sich gebrandeten Content an.

Warum sollten sie das tun? Wer keinen guten Grund hat, sollte keinen Content online stellen. We zum Ziel hat, zu 75% zu unterhalten und zu 25% ein Produkt zu verkaufen, hat schon von vorneherein ein Problem.

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Lenavision 2010

Es ist soweit. Deutschland ist Sangeseuropameister. Lena Meyer-Landrut hat den Eurovision Song Contest 2010 in Oslo für sich entschieden. Seit Wochen wird Lena in allen Medien gehypt bis zum Abwinken; natürlich nach Kräften unterstützt von ihrem Entdecker und Mentor Stefan Raab, der es ja sogar schaffte, noch vor Oslo ein Album mit Lena auf den Markt zu bringen (Respekt!). „Satellite“, der Gewinnersong, kommt einem mittlerweile zu beiden Ohren raus. Da geht es selbst Lena nicht anders, wie sie gestern in einer der Sondersendungen zugab. Hören könne sie ihn nicht mehr, aber singen immer noch gerne.

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(Kein) Twitter Wandkalender

Twitter Wandkalender? Nee, lass ma!Kürzlich hatte ich noch über eine (vermeintlich) nette Aktion von @druckerei_de berichtet, über welche Wandkalender im Twitter-Look verschenkt werden sollten. Da wurde großartig versprochen, dass z.B. jeder, der über die Aktion bloggt, drei Wandkalender bekommen soll. Dazu müsse man nach dem Bloggen lediglich einen Kommentar in deren entsprechendem Blogeintrag hinterlassen.

Tja, das war wohl nix. Wie sich jetzt herausstellt, passiert da nämlich gar nichts von allein. Es reicht eben nicht, sich in den Kommentaren zu verewigen. Nein! Man soll die Kalender jetzt plötzlich noch separat bestellen. Und – folgerichtig – muss man sich dazu mit allem Drum und Dran auch noch registrieren, so dass ein Kundenaccount angelegt wird. Ich will aber aber gar kein Kunde werden wegen drei läppischer Kalender!

Noch schlimmer: Über die „Änderung“ im Procedere wurde nicht informiert, sondern die Nachricht verbreitete sich eher zufällig über Twitter (An dieser Stelle danke an @parkrocker!). Allenfalls hat man sich bis hierhin schon mal gewundert, wann denn die Kalender wohl mal versendet werden. Und wenn man sich die Kommentarliste dort so anschaut, werden wohl ganz schön viele Blogger unwissend in die Röhre schauen. So kann man es sich mit der Szene natürlich richtig verscherzen.

Wäre dieser schwere Social Media Fail nicht passiert, wäre ich mit der Agentur vielleicht mal noch Kunde geworden. Aber so nicht, Freunde!


UPDATE (18.12.2009): Heute erhielt ich Post. Soweit nichts Ungewöhnliches, doch das Absender-Logo auf der Posterrolle war mir vertraut und überraschte mich. Ich öffne also die Rolle, und was ist drin? Ein Wandkalender 2010, welchen mir @derWebarchitekt und @7Carad mit diesen Worten zukommen ließen:

„Wir haben Wind davon bekommen, dass Du Dich über das Gewinnspiel bei einer Online-Druckerei geärgert hast. Wir sind keine Online-Druckerei, aber als Werbeagentur machen wir auch Drucke bis A1. (…) Wir, die 7CarAd GmbH, möchten, dass Du dennoch einen kostenlosen Wandkalender 2010 erhältst. Wir würden uns freuen, wenn der Kalender einen Platz für 365 Tage an einer Deiner Wände bekommt. (…)“

Nun ist mein kleines, feines Kreativbüro ja selbst eine Werbeagentur, und als solche erhält man von den Partner-Druckereien ohnehin immer mehr Kalender als man Wände hat, und daher hätte der Twitter-Kalender ob seiner Gestaltung einen Sonderstatus gehabt. Dennoch finde ich die Idee und den Einsatz von 7CarAd toll und damit an dieser Stelle (sehr) lobens- und erwähnenswert. Hinzuzufügen bleibt nur, dass wohl leider bei weitem nicht jeder, der sich über die oben erwähnte Onlinedruckerei geärgert hat, von 7CarAd überrascht werden konnte, da sich die Recherche anscheinend als ein wenig schwierig erwies. Dies als Trost für diejenigen, die sich wundern, warum sie wohl leer ausgegangen sein mögen. Gut hingeschaut? So geht das!

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YouTube Zeitsprung

Tolle Sache! Wer es noch nicht weiß, es gibt bei YouTube eine Möglichkeit, nicht nur generell einen Film zu verlinken, sondern dies sogar auf eine genaue Zeitmarke hin zu tun! Hinter den regulären YouTube-Link wird einfach etwas angefügt, und zwar „#t=1m29s“ (also in diesem Fall hier die Zeitmarke 1 Minute und 29 Sekunden). Das sieht dann mit einem Beispiel aus einem Interview mit Bundesfamilienministerin „Kristina Köhler“ so aus:

http://www.youtube.com/watch?v=XAet6jLPHsQ#t=1m29s

Schön simpel, oder? Damit das auch eingebettet funktioniert, muss man im Embedding-Code etwas anderes einfügen. Hier muss zunächst die Zeitmarke in Sekunden umgerechnet werden; in unserem Beispielfall wären das also bei einer Minute und 29 Sekunden insgesamt = 89 Sekunden. Dazu fügen wir einfach hinter das zweite „DE&fs=1“ noch „start=89“ hinten an, so dass der gesamte Code so aussieht:

<object width=”510″ height=”310″><param name=”movie” value=”http://www.youtube.com/v/uNMDcrSacvQ&hl=de_DE&fs=1&”></param><param name=”allowFullScreen” value=”true”></param><param name=”allowscriptaccess” value=”always”></param><embed src=”http://www.youtube.com/v/uNMDcrSacvQ&hl=de_DE&fs=1&start=89” type=”application/x-shockwave-flash” allowscriptaccess=”always” allowfullscreen=”true” width=”510″ height=”310″></embed></object>

Damit erhält man folgendes Ergebnis (Starten für den Zeitsprung!):

Fügt man übrigens zusätzlich noch ein „&autoplay=1“ an, startet die Szene automatisch.

Danke an akademie.de (Quelle) für diesen tollen und wertvollen Tipp, der dort noch ausführlicher behandelt wird!

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Die personalisierte Zeitung

Berlin. “Niiu” heißt ein neues Projekt, das am 16. November in Berlin unter niiu.de startet, um dann allmorgentlich eine auf jeden Leser individuell zugeschnittene Tageszeitung auszuliefern. Auf Papier! Dabei kann der Leser bereits zum Start aus vielen Tageszeitungen auswählen: darunter BILD, Frankfurter Rundschau, B.Z., Der Tagesspiegel, The New York Times, Hamburger Abendblatt, Berliner Morgenpost, Abendblatt München und einige mehr. Sie alle stellen ihre kompletten Inhalte zur Verfügung. Dazu kommen hunderte weitere aus Online-Medien wie kicker.de, blogpiloten.de, dowjones.de, presseportal.de oder Wikipedia. Klingt ja nicht schlecht.


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